Handy Lexikon

Hier finden Sie unser Handy Lexikon. Wir erklären Ihnen verschiedene Begriffe aus dem Mobilfunkbereich. Was heißt eigentlich Prepaid? Was ist eine Sim-Karte? uvm.


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Prepaid

Mit dem Begriff Guthabenkarte (in Österreich auch „Wertkarte“) wird die Nutzung von Dienstleistungen über vorausbezahlte Guthabenkonten umschrieben, die im Telekommunikationsbereich verbreitet ist. Die häufig verwendete Bezeichnung „Prepaidkarte“ leitet sich aus dem englischen „prepaid“ für „vorausbezahlt“ und dem aus Pappe oder Kunststoff bestehenden Datenträger ab.

Prepaidtarife werden von Kunden bevorzugt, die der korrekten Abrechnung von Gesprächen bei Mobiltelefonlaufzeitverträgen misstrauen oder sich selbst ein Kostenlimit setzen wollen; darüber hinaus können Kunden mit mangelnder Bonität bedient werden.

Da gemäß "Taschengeldparagraphen" im BGB Mobilfunkverträge mit Jugendlichen unter 18 Jahren unwirksam sind und gezahlte Rechnungsbeträge zurückgefordert werden könnten, wird ein solches Risiko mit diesem System ausgeschlossen.

Die "Unkompliziertheit", die auch Spontankäufe begünstigt, und die Tatsache, dass Prepaidkarten für Kunden ohne eigenes Einkommen oder mit negativen Schufa-Einträgen häufig die einzige Möglichkeit zur Mobilfunknutzung darstellen, ermöglicht es Anbietern, für identische Leistungen bei Prepaid-Systemen höhere Preise in Rechnung zu stellen als bei der Rechnungslegung in Laufzeitverträgen.

Der Anbieter kann seine Kosten minimieren bei der Verwaltung der Kundenbeziehung durch die Reduzierung auf das von der Telekommunikationsüberwachungsverordnung gesetzlich vorgeschriebene Maß. In der Regel werden für Prepaiddienste keine Kundenrechnungen angeboten.
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SIM-Karte

Die SIM-Karte (Subscriber Identity Module) ist eine Chipkarte, die in ein Mobiltelefon eingesteckt wird und zur Identifikation des Nutzers im Netz dient.

Das SIM stellt dabei die zweite Einheit der Mobile Station im GSM dar. Das SIM ist ein kleiner Prozessor mit Speicher (üblicherweise im ID-000-Format). Es ist durch eine veränderbare PIN vor unbefugter Benutzung geschützt. Durch das SIM wird das Mobile Equipment (also üblicherweise das Mobiltelefon) einem Nutzer zugeordnet und dieser authentifiziert. Für diese Zwecke sind auf dem SIM geheime Nummern und Algorithmen gespeichert. Diese dienen anschließend auch der Verschlüsselung der Sprach- und Signalisierungsdaten (Ciphering). Das SIM dient außerdem zum Speichern von temporären, netzbezogenen Daten und bevorzugten und gesperrten Netzen. Darüber hinaus können ein Telefon- und Notizbuch, Speicher für Short Message Service-Mitteilungen (SMS) und Speicher der zuletzt gerufenen Telefonnummern im SIM integriert sein.

Es gibt ein so genanntes SIM-Toolkit, um kleine Programme auf einer SIM-Karte zu hinterlegen, beispielsweise sogenannte Info-Services, mit denen man sich aktuelle Informationen über Politik, Sport, Wetter usw. zustellen lassen kann. Die Mobilfunk-Betreiber O2, T-Mobile und Vodafone benutzen dieses, um ihren Homezone-Service anzubieten. Mit Hilfe des SIM-Toolkits wird dort angezeigt, ob sich das Handy in der "Homezone" befindet. Auch sind Funktionen wie Aufladen oder Abfragen des Guthabens (bei vorbezahlten "Prepaid"-Karten) möglich. Der Vorteil von Anwendungen auf der SIM-Karte besteht darin, dass diese unabhängig von den eingesetzten Handys benutzt werden können (somit kann damit auch ohne ersichtliche Funktionalitätsänderung das Handy gewechselt werden).

Als SIM Access Profile wird eine Technologie bezeichnet, mit der z.B. im Auto die SIM-Daten eines Bluetooth-Handys vom Auto gelesen werden können und das Auto selbst die Funkverbindung aufbaut. So lässt sich die Datenübertragung durch die festinstallierte Außenantenne verbessern und der Stromverbrauch des Handys reduzieren.
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SMS - Short Message Service

Short Message Service (SMS) ist ein Telekommunikationsdienst zur Übertragung von Textnachrichten, der zuerst für den GSM-Mobilfunk entwickelt wurde und nun auch im Festnetz verfügbar ist.

Die erste Short Message (Kurzmitteilung oder Kurznachricht) des Short Message Service (SMS) wurde im Dezember 1992 von einem PC an ein Mobiltelefon im Britischen Vodafone-Netz gesendet, also etwa ein Jahr nach der Einführung des GSM-Standards für Mobiltelefone in Europa (1991).

Ursprünglich als reines „Abfallprodukt“ kostenlos angeboten, entwickelte sich der Short Message Service zum größten Ertragsbringer der Netzbetreiber. Im Jahr 2003 wurden in Europa über 16 Milliarden Kurzmitteilungen pro Monat versendet. Der Erfolg des SMS, welcher mit Hilfe von Mobiltelefonen genutzt wird, liegt damit deutlich über dem der Vorgänger, also der separierten digitalen Funkmeldeempfänger (u. a. Pager).

Obgleich die Abkürzung „SMS“ den Dienst zur Übertragung von Kurznachrichten bezeichnet, wird sie heute umgangssprachlich zumeist als Abkürzung für die Nachrichten selbst verwendet. Daher wird im Duden die Abkürzung ‚SMS‘ als Femininum geführt; in der Schweiz und teilweise auch in Österreich ist das Neutrum üblich.

Seit 1997 können Kurzmitteilungen auch direkt über das Internet verschickt werden.

Weiterentwicklungen des SMS existieren unter dem Namen Enhanced Message Service (EMS) und Multimedia Messaging Service (MMS).
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MMS - Multimedia Messaging Service

Der Multimedia Messaging Service (MMS) ist als Weiterentwicklung von SMS (Short Message Service) und EMS anzusehen und bietet die Möglichkeit, mit einem Mobiltelefon multimediale Nachrichten an andere mobilen Endgeräte oder an normale E-Mail-Adressen zu schicken. Als MMS-Postkarte kann seit 2003 auch ein gedrucktes Endprodukt über die Briefpost versendet werden. MMS wird von 3GPP und OMA standardisiert.

Konnten beim Angebot Short Message Service (SMS) nur kurze (in der Regel 160 Zeichen), formatlose Textnachrichten verfasst werden, erlaubte EMS bereits das Erzeugen von längeren Nachrichten, die auch Formatierung (fettgedruckt, schräggestellt u. ä.) und kleinere Bilder (Emoticons) beinhalteten.

Mit MMS ist es nun möglich, nahezu beliebige Nachrichten mit multimedialem Inhalt zu verschicken. Eine Multimedia Message (MM) darf dabei aus beliebig vielen Anhängen beliebigen Typs bestehen. Damit ist es möglich, simple Texte, komplexe Dokumente, Bilder und sogar kurze Videosequenzen an einen oder mehrere Empfänger zu verschicken. Eine prinzipielle Größenbeschränkung gibt es nicht, allerdings können Endgeräte nur MMs mit einer maximalen, endgeräteabhängigen Größe verarbeiten. Aus diesem Grund versuchen die Netzbetreiber, den Inhalt der zu empfangenden MM im MMSC auf das empfangende Endgerät anzupassen. Diese Funktionalität wird Transcoding genannt und funktioniert z. B. über das Verkleinern von Bildern. Derzeit haben alle deutschen Netzbetreiber eine maximale Nachrichtengröße von 300 kByte implementiert.
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Quellen:
http://www.wikipedia.de